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Studienreise "Auf Luthers Spuren"

des Instituts für Evangelische Theologie an der Universität zu Köln vom 16. bis 21. Mai 2016 mit Prof. Dr. Siegfried Hermle und Karl Brauer.

 

Auf Martin Luthers Spuren wandeln heißt, eine Entdeckungsreise zwischen Geschichte und Gegenwart zu wagen. Da sich Mitteldeutschland, speziell Thüringen und Sachsen-Anhalt, wie kein anderer Landstrich in Deutschland Martin Luther und der Reformation verbunden fühlt, wird die Studienreise vor allem die Stätten von Martin Luthers Wirken und auch der Reformation im Allgemeinen in den Blick nehmen. Hierbei wird ein sehr breites Spektrum an historischen, theologischen und aktuellen Aspekten beleuchtet sowie nach der kultur-hermeneutischen Bedeutung der Reformation für Gesellschaft, Bildung, Politik, Kunst und Musik gefragt werden. In Annäherung an das Jubiläum 2017 zu 500 Jahren Reformation wollen wir uns auch mit dem reformatorischen Erbe für uns kritisch auseinander setzen. Neben zahlreichen Gesprächen mit Experten werden wir Station unter anderem in Erfurt, Eisleben, Mansfeld, Bad Frankenhausen, Wittenberg, Schmalkalden sowie Eisenach machen und die zentralen Stätten der Reformation erleben.

 

 

(Fotonachweis: Hermle, Brauer, Lieberknecht, Rösch und Co.)

Einige Eindrücke

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  • St. Petri-Pauli-Kirche, Eisleben
  • Lutherhaus, Schmalkalden
  • Lutherhaus, Wittenberg
  • Augustinerkloster, Erfurt
  • Wartburg, Eisenach
  • Stadtkirche St. Georg, Mansfeld
  • Stadtführung in Erfurt mit Dr. R. Helbing
  • Bei Familie Helbing im Garten
  • V.I.P.
  • Werwolf-Runde im Opera-Hostel
  • Lutherhaus, Wittenberg
  • Stadtkirche, Wittenberg
  • Predella des Reformationsaltars in der Stadt- und Pfarrkirche St. Marien zu Wittenberg
  • Cranach-Hof, Wittenberg
  • Lutherstube, Wartburg
  • Wartburg, Eisenach
  • Mit der ehem. Ministerpräsidentin Thüringens Christine Lieberknecht im Thüringer Landtag
  • Altar mit Evangelistensymbolen in der Schlosskirche, Schmalkalden
  • Vortrag von Prof. Dr. Hermle im Historischen Rathaus, Schmalkalden
  • Stockbrot und Lagerfeuer im Schloss Mansfeld

Reisebericht

21 Besichtigungen und Führungen, 18 Stunden Busfahrt, 17 Impulsreferate, 9 verschiedene Orte, 3 individuelle Unterkünfte, 4 inspirierende Gespräche innerhalb von 6 Tagen – so sah die Studienreise mit dem Titel „„Auf den Spuren Martin Luthers in Thüringen und Sachsen-Anhalt“ mit 28 „Lutherfreunden“ über die Pfingstwoche aus. Die Reise ging unter der Leitung von WM Karl Brauer und Prof. Dr. Siegfried Hermle dem zukünftigen 500. Reformationsjahr, welches 2017 stattfindet, voraus.

Befreit von den Seminarräumen und der trockenen Theorie, hatten wir die Möglichkeit, uns die Geschichte und das Wirken Martin Luthers vor Ort bewusst zu machen. Die Reise führte uns in die „Stammländer“ der Reformation. Wir konnten durch das hautnahe Erleben vor Ort den Geist der Zeit Martin Luthers nachempfinden. Da Luther in seinen 63 Lebensjahren umfangreich und einflussreich gewirkt hatte, kam auch bei unserer Exkursion keine Langeweile auf. Die Einhaltung des Zeitplans war gefragt! Bei zunächst sehr kühlem und wechselhaftem Wetter begann die Reise in Stotternheim, wo auch Luthers reformatorische Geschichte begann. Danach folgte ein Kennenlernabend nach Thüringer Art bei der äußerst gastfreundlichen Familie Helbing, der für viele der „Knaller“ der Reise war. Im Verlauf der Tage machten wir unter anderem Halt in Erfurt, Mansfeld, Eisleben, Wittenberg, Breitungen, Schmalkalden und Eisenach. Neben theologischer Weiterbildung konnten wir sowohl politische Einblicke in die Bundesländer als auch in die Vorbereitung auf das Lutherjahr der jeweiligen Städte erhalten. Zudem hatten wir die Ehre, die „Wurstkultur“ von Thüringen im Bratwursterlebnisgarten zu sehen und vor allem zu schmecken. Um von einem Ort zum nächsten zu gelangen, hatten wir den besten Busfahrer, den wir uns hätten vorstellen können: Seine Leidenschaft war es Witze zu erzählen! Seine lustige Art spiegelte sich auch in der Gruppenatmosphäre wieder und so kam es, dass neben den Programmpunkten eine ausgelassene Stimmung herrschte. Zudem wurden viele des berühmt berüchtigten Spiels „Werwolf“ zum Besten gegeben. Diese gingen zum Teil bis tief in die Nacht, wie es sich für echte Werwölfe gehört. Besonders die Unterkünfte in den Schlössern Mansfeld und Breitungen boten dafür den geeigneten Rahmen.

Die Studienreise wurde zu einer Erlebnisreise der ganz besonderen Art und Weise, welche eine nachhaltig prägende und lehrreiche Zeit für alle Beteiligten war. 

 

Von: Nhu Y Nguyen und Anne Jürgensen